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Cueva del Llano

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In Fuerteventuras nördlichster Gemeinde La Oliva befindet sich in Lajares das unterirdische Höhlen-Museum "Cueva del Llano". Seit dem Frühjahr 2006 ist die Lavahöhle auch für Besucher zugänglich. Von der Strasse aus ist von dem Museum bis auf einen Parkplatz nur wenig zu sehen, denn das Informationszentrum wurde in die Erde eingelassen.

In früheren Zeiten diente die Lavahöhle zu militärischen Zwecken als Sprengstofflager und später als Kamel- und Ziegenstall. Glücklicher Weise konnten Wissenschaftler die Behörden von Fuerteventura von der Wichtigkeit der Höhle überzeugen. Bislang blieb die Lavahöhle von riesigen Touristenströmen verschont, was auch darauf zurückzuführen ist, dass auf eine strikte Begrenzung der Besucherzahlen geachtet wird. Auch finden sich keine Anzeichen für die Handschrift des lanzerotenischen Künstlers César Manrique, der die berühmte Höhle "Jameos del Agua" auf Lanzarote kreiiert hat. Die Höhle auf der Nachbarinsel gehört zu den wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten von Lanzarote. Und dennoch ist die Cueva del Llano geologisch von wesentlich größerem Interesse, da das Innere der Höhle eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt beherbergt. Der hintere Teil der Höhle ist noch nicht für Besucher zugänglich, denn hier finden sich beeindruckende Bewohner, zwei winzige Spinnenarten, die Maiorerus randoi und die Spernophorides fuertecavensis, die einzig und allein in dieser Höhle leben. Die kleinen Spinnen haben sich ihrer Umgebung vollkommen angepasst. Durch die Dunkelheit hat die Maiorerus ihre Pigmente verloren und besitzt eine leicht gelbe Farbe. Aus Sicherheitsgründen darf die Höhle nur in Begleitung eines Führers betreten werden.

Welcher Vulkanausbruch für die Entstehung der Höhle verantwortlich ist, kann nicht nachvollzogen werden. Fest steht jedoch, dass sie etwa eine Million Jahre alt ist und die älteste Lavahöhle auf den Kanarischen Inseln ist. Insgesamt ist der Lavatunnel rund 650 Meter lang, die letzten zweinhundert Meter sind allerdings verschüttet und sind nicht begehbar. Die Gänge des zugänglichen Teils der Höhle sind durchschnittlich sieben bis zwölf Meter breit und zwischen drei und fünf Meter hoch. Da von aussen kein natürliches Licht in die Höhle dringt und sie bislang nicht mit künstlichem Licht ausgestattet wurde, werden beim Betreten der Höhle Taschenlampen und Helmlampen verteilt. Für die eigene Sicherheit sollte auf festes Schuhwerk geachtet werden.



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