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Cofete

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An der Südwestküste von Fuerteventuras Halbinsel Jandia liegt der Ort Cofete. Wenn in Cofete nicht die geheimnisumwitterte Villa Winter stehen würde, wäre der Ort wohl kaum bekannt. Wer in Cofete einen gepflegten Ferienort erwartet, sollte sich besser nicht auf den Weg dorthin machen. Ausser einigen wenigen Wochenendhäusern, einer Bar sowie der Villa Winter gibt es wenig zu sehen. Naturliebhaber können sich jedoch an der einmalig überwältigenden Küstenlandschaft erfreuen. Cofete gehörte einst zu den ersten Orten der Halbinsel, die besieldelt wurden. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts verliessen die Einwohner allerdings den Ort wieder, da er wenig landwirtschaftlich nutzbar war.

Allein der Weg dorthin ist ein wahres Abenteuer und sollte nur mit einem komfortablen Geländewagen bewältigt werden. Über eine unbefestigte Schotterpiste ist Cofete von Morro Jable aus in Richtung Puerto de la Cruz zu erreichen. Zahlreiche Schlaglöcher säumen den Weg und dennoch sollte man sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen. Am Aussichtspunkt Mirador de Barlovento sollte man sich eine kleine Pause gönnen und die phantastische Aussicht über die Bergkulisse sowie die Steilküste geniessen.

Angekommen im Ortskern von Cofete, sticht dem Besucher zuerst die Bar ins Auge, die allerdings eher wie eine Festung erscheint. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein schöner weißer Sandstrand, an dem die Brandung allerdings sehr stark ist. Vom Baden sollte deshalb Abstand genommen werden. Für einen Strandspaziergang ist der abgelegene, einsame Strand jedoch ideal. Um vom Strand zur Villa Winter zu gelangen, ist es von Vorteil, das Auto stehen zu lassen, denn die letzte Wegstrecke ist besonders holprig. Niemand auf der Insel kann mit Sicherheit sagen, aus welchem Grund die imposante Villa an diesem abgelegenen Ort errichtet wurde. Während des Baus der Villa im Jahre 1946 wurde die gesamte Halbinsel Jandia vom Bauherrn, dem deutschen Ingenieur Gustav Winter, zum Sperrgebiet erklärt. Er selbst galt als enger Vertrauter von Adolf Hitler.

Zur Villa selbst gibt es einige Spekulationen. Zum einen wird vermutet, dass das Haus über ein unterirdisches Höhlensystem mit dem Meer verbunden war und sich darunter ein U-Boot-Stützpunkt befunden haben soll. Ebenso kursieren Gerüchte, dass ehemalige Nationalsozialisten nach dem Krieg hier versteckt wurden. Mit Sicherheit kann jedoch Niemand über den wirklichen Grund des Baus Auskunft geben. Tatsache ist lediglich, dass das Gebäude nicht zu Ende gebaut wurde und Gustav Winter niemals in der Villa gelebt hat. Die Villa ist nur in den seltensten Fällen mit etwas Glück zu besichtigen, da sie von Ziegenzüchtern bewohnt wird. Von aussen kann die Villa Winter jedoch problemlos erkundet werden.



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