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San Andres

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Im Nordosten der Insel La Palma liegt der Ort San Andrés, der zu der Gemeinde San Andrés y Sauces gehört. Zu Kolonialzeiten war San Andrés der größte Handelshafen der Kanarischen Insel. Zucker und Wein gehörte zu den wichtigsten Exportgütern und wurde von der Kleinstadt aus verschifft. Noch heute zeugen prächtige Landsitze der Zuckerbarone für den Reichtum der Gemeinde in früheren Zeiten. Allerdings wurde San Andrés bereits im siebzehnten Jahrhundert uninteressant für die Wirtschaft, weil der Wassermangel zum Problem für die Landwirtschaft wurde. Da das Regenwasser aus den Bergen den Küstenort nicht erreichte, wurde über einen jahrelangen Zeitraum lediglich Getreide angebaut. Erst im zwanzigsten Jahrhundert wurde mit dem Anbau von Bananen begonnen, nachdem eine künstliche Bewässerungsanlage angelegt wurde. Heute durchziehen zahlreiche Wanderrouten die Gemeinde, nicht umsonst geniesst La Palma bei Individualtouristen den Ruf als "grüne Wanderinsel".

San Andrés verfügt über einen historischen Altstadtkern und ist wesentlich älter als der Nachbarort Los Sauces. San Andrés war das erste besiedelte Gebiet in der Kolonialzeit. Den Mittelpunkt des Dorfes bildet der Kirchplatz, der Plaza de San Andrés, mit einem schönen Brunnen, der von Häusern in typisch kanarischem Stil umrahmt wird. Hier befindet sich auch die Pfarrkirche Iglesia San Andrés Apostol, die aus dem Jahre 1515 stammt.

Etwa vier Kilometer westlich von San Andrés beginnen die Lorbeerwälder von Los Tilos. Das Gebiet wurde 1983 von der UNESCO zum Biosphärenreservat auszeichnet, da sich hier die größten zusammen hängenden Lorbeerwälder der Erde befinden. In dem über fünfhundert Hektar großen Gebiet wachsen Riesen-Farne mit beachtlichen Maßen, hinzu kommen zahlreiche Lorbeerarten, die zum großen Teil endemisch sind. Wanderwege führen durch tiefe Schluchten und Höhlen, höher gelegene Aussichtspunkte bieten einen wunderschönen Blick über den urwaldähnlichen Wald. In dem angegliederten Besucherzentrum können sich Besucher über das einzigartige Ökosystem des Waldes informieren.

Nördlich von San Andrés liegt der kleine Fischerhafen Puerto de Espindola. Im sechzehnten Jahrhundert wurde hier reger Handel mit Rum, Wein, Zucker und Getriede betrieben. In einer örtlichen Destillerie kann auch heute noch Rum gekostet werden, der aus heimischem Zuckerrohr hergestellt wurde. Ganz in der Nähe befindet sich ebenfalls direkt am Meer das Naturschwimmbecken Charco Azul. Das in den Fels geschlagene Naturbecken wird mit bei Flut mit frischem Meerwasser gefüllt. Eine Mauer schützt vor der starken Brandung, die üblicher Weise an der Nordküste herrscht.



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