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Puerto del Carmen

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Puerto Del Carmen liegt südwestlich von Arrecife und ganz in der Nähe des Flughafens von Lanzerote. Zum Touristenort wurde das vormals kleine verschlafene Hafenörtchen erst ab Mitte der siebziger Jahre, als es zunächst an allen Ecken und Enden von einigen cleveren Investoren für das Gastgewerbe umgewandelt wurde. Sie hatten erkannt, dass sowohl die schöne geografische Lage, als auch die Anbindung an zwei herrliche weiße Sandstrände (die Playa de los Pocillos und die Playa Blancha, die heute beide ganz allgemein in ihrer Gänze als Playa Grande zusammengefasst werden) die Touristen aus dem In- und Ausland anlocken könnte. Anfang der achtziger Jahre war es noch verhältnismäßig ruhig in Puerto Del Carmen, während die Nachbarinseln Lanzarotes bereits heftigen touristischen Zuspruch erfuhren. Erst ab 1984 setzte im Ort ein wahrer Bauboom ein, der sich damit erklären ließ, dass findige Reiseveranstalter einen weiteren Vorteil seiner Lage erkannt hatten. Er war insgesamt windgeschützter und sonniger, als alle übrigen Orte der Insel.

Heute reihen sich an der gesamten Strandpromenade über mehrere Kilometer Unterkünfte, Restaurants, Bars, Diskotheken und Supermärkte aneinander. Vor allem in den späteren Abendstunden wird hier während der Hauptsaison fast jeden Abend die Nacht zum Tag gemacht. Urlauber, die es während ihrer Ferienzeit eher beschaulich lieben, sollten sich besser ein anderes Domizil auf der Insel suchen. Für alle anderen bietet Puerto Del Carmen Spaß, Musik und gute Laune satt. Die Uferpromenade wurde von den Verantwortlichen des Ortes mit vielen Blumen, Palmen und Hibiskussträuchern hübsch gestaltet, so dass sich jederzeit ein Spaziergang lohnt, der Sonnenhungrige letztlich zu einem der zahllosen Sonnenschirme entlang des weiten, auch für Kinder und Nichtschwimmer geeigneten ruhigen, blauen Meeres führt.

Möchte man das Ausruhen am Strand an einem der Tage durch eine Erkundungstour des Ortes eintauschen, so sollte man sich in den westlich gelegenen ursprünglichen Ortskern am alten Fischereihafen begeben. Dieser ist bis heute ein recht beschauliches Plätzchen geblieben, an dem eine ganze Reihe kleiner Fischerboote sich den Platz an den Anlegestelle nur ab und an mit einigen Ausflugsdampfern, die hier ebenfalls vor Anker gehen, teilen müssen. Vor der Hafenanlage ragt der recht wuchtige Bau des Kulturzentrums El Fonderadero aus der Häuserzeile empor. Hier sind neben dem kulturellen Begegnungszentrum auch ein sehr empfehlenswertes Restaurant mit angegliederter Restaurantfachschule, ein kleinerer Fischimbiss und ein Fischgeschäft untergebracht. Zum Abend hin kann man an der nordöstlich vom Hafen gelegenen Felsenküste auf einem der dort angelegten Wege entlang spazieren oder sich auf einer der dort überall aufgestellten Bänke niederlassen und den fantastischen Sonnenuntergang über dem Atlantik genießen.


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