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Betancuria

Im Zentrum der Kanarischen Insel Fuerteventura liegt die malerische, ehemalige Metropole Betancuria. Im Jahre 1404 wurde die Stadt gegründet und nach ihrem Eroberer Jean de Béthencourt benannt. Vom Tag der Gründung von Betancuria bis in das Jahr 1834 war die Stadt sowohl Hauptstadt als auch Regierungszentrum von Fuerteventura. 1834 wurde Betancuria bis 1860 von Antigua als Hauptstadt abgelöst. Seit 1860 ist Puerto del Rosario die Hauptstadt der Insel.

Heute ist Betancuria eine der sechs Gemeinden der Insel. Mit nur 705 Einwohnern ist die Gemeinde die bevölkerungsschwächste Region. Im Stadtkern leben lediglich 211 Einwohner. Heute gehört Betancuria zu den am häufigsten besuchten Städte, die durch die historischen Gebäude, schmale Gassen und das nostalgische Flair geprägt wird.

Der gesamte Ortskern der ältesten Siedlung von Fuerteventura steht unter Denkmalschutz. Ein Großteil der heutigen, restaurierten Gebäude stammt aus dem siebzehnten Jahrhundert. Die ursprünglichen Häuser aus dem fünfzehnten Jahrhundert wurden trotz der abgeschiedenen Lage bei Piratenüberfällen im Jahre 1593 vollständig zerstört. Das gesamte Stadtbild wird von der dreischiffigen Pfarrkirche Santa Maria de Betancuria bestimmt. Wegen der enormen Größe des Bauwerks sowie der extrem dicken Mauern, diente die Kirche im sechzehnten Jahrhundert nicht nur als Gotteshaus, sondern schützte die Bevölkerung ebenfalls vor Piratenangriffen. Sie ist die älteste und erste Kathedrale der Kanarischen Inseln. Heute befindet sich im Inneren der Kirche ein Museum. Im Kirchhof befindet sich direkt neben der Pfarrkirche das älteste Haus von Betancuria, das Casa Santa Maria. Heute beherbergt das alte Gebäude eines der besten Restaurants Spaniens, das im Jahre 1999 unter die einhundert besten Gourmet-Restaurants gewählt wurde.

Im Ort finden Besucher das Kunsthandwerkszentrum der Insel. Hier können aufwendige Stickereien, Flechtarbeiten oder kanarische Töpfereien erworben werden. Ebenso ist das Archäologische Museum in Betancuria einen Besuch wert. Das Museum ist nicht zu übersehen, denn vor der Tür steht eine Kanone aus dem achtzehnten Jahrhundert. Neben archäologischen Fundstücken werden einige Alltagsgegenstände aus vergangenen Zeiten ausgestellt.

Etwas ausserhalb des Stadtkerns befindet sich auf einer Passhöhe einer der bekanntesten Aussichtspunkte von Fuerteventura, der Mirador de Morro de Velosa. Das Bauwerk wurde unter der Leitung des lanzerotenischen Künstlers César Manrique errichtet und bietet einen phantastischen Blick über Betancuria sowie die umliegende Berglandschaft. In Richtung Süden kann man den höchsten Berg Pico de la Zarza erblicken.






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