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Hermigua

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Im Nordosten von La Gomera liegt die Gemeinde Hermigua mit dem gleichnamigen Verwaltungssitz. Das Dorf Hermigua mit nur rund 430 Einwohnern liegt in einem Tal, das von steilen Bergketten umgeben ist. Die Region gilt als das wassereichste Tal der Insel und wird ganzjährig vom Fluß Rio del Cedro versorgt. Das typisch kanarische Dorf wird von der Landwirtschaft geprägt. Weitläufige Terrassenfelder und riesige Bananenplantagen bestimmen das Landschaftsbild. Die Feuchtigkeit sorgt für die grössten Bananenernten der Insel. Die Sonnenseite des Tales wurde bis zum höchst möglichen Punkt terrassiert und bewässert. Hier wachsen und gedeihen Obst, Gemüse sowie Wein. Hermigua blieb bislang vom Pauschaltourismus verschont. Wegen des milden Klimas fühlen sich besonders Individualtouristen und Wanderer in dem Ort wohl. Hotels oder Appartementanlagen sind nicht vorhanden. Über mehrere Kilometer verstreut sind Übernachtunsmöglichkeiten in gemütlichen Gäste- und Landhäusern vorhanden.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Schlucht von El Chorro. An dieser Stelle stürzt der Rio del Cedro als Wasserfall über einhundert Meter in die Tiefe. Die Wahrzeichen von Hermigua sind die Zwillingsfelsen Roques de San Pedro. Die beiden Vulkanschlote kennzeichnen den Ortsteil Monteforte. Die umgebende Region von Hermigua verfügt über die schönsten Wanderrouten der Insel. Durch die Nähe zum sechs Kilometer entfernten Nationalpark "Garajonay" dient Hermigua häufig als Ausgangspunkt für Wandertouren.
Sehenswert ist auch das Dominikanerkloster El Convento de Santo Domingo, das sich an der Strasse in Richtung des Strandes führt. Sowohl das Kloster, als auch die gleichnamige Kirche wurden in den Jahren 1515 bis 1520 errichtet. Das Innere der Kapelle beherbergt barocke Gemälde, sowie eine kostbare Deckenverkleidung im Mudejár-Stil.
Für etwas Abwechslung sorgen die beiden Strandabschnitte Playa de Hermigua und Playa de la Caleta, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum Playa de Hermigua gelangen Urlauber über einen sehr steinigen Weg. Wegen der starken Brandung ist das Baden im Meer jedoch lebensgefährlich. Eine gute Alternative ist das Meerwasserschwimmbecken, das sich in der Nähe der ehemaligen Bananenverladestation befindet. Aufgrund von vier, einige Meter hohen Betonpfeilern kann man das Becken nicht verfehlen. Bei starker Brandung sollte jedoch auch hier auf das Baden verzichtet werden. Der Playa de la Caleta zählt zu den schönsten Stränden der Nordküste. Die windgeschützte Bucht mit einem feinen Kiesstrand liegt nur wenige Kilometer östlich von Hermigua. In den Sommermonaten bietet eine kleine Bar fangfrischen Fisch an.


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